take a walk on the wild side

aufs Hocheck über Altenmarkt & retour – September 2021

Ein klein wenig zwiespältig fällt mein Resümee beim Ersteigen meines ersten 1000ers aus: Die Tour ist sehr gut beschildert, die richtige Richtung somit quasi immer vor der Nase (wobei es aber eh nicht wirklich viele Gelegenheiten des „Falsch-Abbiegens“ geben würde). Ein wenig hadere ich immer noch mit der von mir selbst ausgewählten Route: Ich habe diese Route unter anderem deshalb so gewählt, weil sie den schnellst möglichen Aufstieg versprochen hat. Bedauerlicherweise habe ich dabei nicht berücksichtigt, dass eine Verkürzung der Wegzeit bei gleicher Ausgangshöhe zu gleichem Zielpunkt einher geht mit einer recht kräftigen Steigung (in diesem Fall bis zu beschwerlichen 35%). Es war daher alles andere als eine gemütliche Wanderung, sondern sehr schweißtreibend & kräfteraubend und auch der Abstieg über das rote Kreuz hatte mehrheitlich ein dementsprechendes Gefälle, das zumeist nur mit seitlicher Schrittfolge zu bewältigen war. Das Ausruhen am Hocheck & der Fernblick vom Hocheck an einem Traumtag bei Traumwetter ist zugegebenermaßen schon was sehr Feines, aber ich bin trotzdem noch am Überlegen, ob es die Strapazen auch wert war? Wobei wenn ich es mir recht überlege, ja doch – eigentlich schon…

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

Rundwanderweg Kaumberg über die Araburg – Juli 2021

Ein wenig weiter oben im Triestingtal liegt die Gemeinde Kaumberg mit der Araburg (btw: die höchstgelegene Burg Niederösterreichs). Wer etwas mehr von der Landschaft haben möchte, fährt aber nicht bis zum direkt darunterliegenden Parkplatz, sondern startet den zweieinhalb stündigen Rundweg im Zentrum Kaumbergs (also bei der Kirche). Bis hin zum Parkplatz ist es schon recht idyllisch, vom Parkplatz bis zur Burg wird es dann kurz echt steil, bis man bei der Araburg angelangt ist. Der Zutritt zum Turm ist bedauerlicherweise nur mit einem Ticket zu besuchen, das dann zwar auch gleich den Eintritt ins Museum abdeckt, aber mit € 5,- mMn recht happig ausfällt. Nachdem für mich ohnehin der Weg das Ziel ist, habe ich darauf verzichtet und bin ich dann dem Rundweg folgend wieder retour nach Kaumberg (über den Kollmannhof). Alles in allem eine sehr feine Wanderung mit ebenso feinem Blick in die Landschaft…

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

Hoher Lindkogel / Eisernes Tor – Juli 2021

Mitte Juli ging es über Neuhaus auf den Hohen Lindkogel. Der Weg ist gut beschildert, verirren sollte sich also niemand. Die Steigungen sind moderat bis durchaus fordernd (zumindest für „Wanderrookies“ wie ich einer bin). Positiv ist, dass für Wegzehrung quasi durchgehend gesorgt ist, die zahlreichen Himbeerstauden laden förmlich ein, dass das Tempo nicht zu hoch wird und mehr Pausen als geplant gemacht werden. Genauso wie es raufgeht, geht’s dann auch wieder runter (sowohl, was das Gefälle als auch was die Himbeeren betrifft). Etwas mühsam war dann am Rückweg das kurze Stück auf der Straße bei Schwarzensee, als die Kombination „Sonne“ und „Asphalt“ zeigte, was im Juli so alles möglich ist…

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

Hinterbrühl / Römerwand / Sittner Warte / Weißes Kreuz – Ende Juli 2021

Während die Römerwand recht zügig erreicht wurde, ging es dann – vorbei an protzigen Villen – mehr bergauf als bergab Richtung Sittner Warte. Wobei das „bergab“ durchaus weniger hätte sein können, würde man nicht unvermittelt vor „Privatweg – betreten verboten!“ Schildern stehen und wieder retour eine alternative Strecke suchen müssen. Die Sittner Warte selbst ist recht unspektakulär, der Ausblick bescheiden, dafür kommt man dann beim Weißen Kreuz voll auf seine Rechnung (was den Ausblick betrifft). Nachdem Hinterbrühl im Norden von der A21 begrenzt wird, ist Verkehrslärm ein ständiger Begleiter bei dieser Route. Dadurch und auch das durchwegs steile Gelände (sowohl bergauf als auch bergab – einigermaßen eben ist es fast nirgends), stellt sich kein wirklicher Erholungsfaktor ein (selbst dann nicht, wenn unvermutet ein Rehbock im Unterholz auftaucht). In Anbetracht der zahlreichen alternativen Wandermöglichkeiten in der näheren Umgebung werde ich deshalb diese Gegend zukünftig eher meiden (und ruhigere Ecken bevorzugen).

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

von Gumpoldskirchen auf den Anninger – Ende Juli 2021

Die Wanderung auf den Anninger habe ich beim Kreuzgang in Gumpoldskirchen gestartet, die ersten Meter unverhofft begleitet von einem Dackel namens „Petrus“. Mit einem derart göttlichen Beistand konnte nichts mehr schiefgehen, selbst als sich dann unsere Wege trennten. Die Steigung hinauf zum Gipfelplateau war keine unüberwindbare Herausforderung (man spürt zwar nach einiger Zeit die Anstrengung in den Beinen, aber Schritt für Schritt kommt man ans Ziel und irgendwann ist man oben…). Die Luftfeuchtigkeit war recht hoch und die Fernsicht von der Wilhelmswarte dadurch ein wenig eingeschränkt (aber trotzdem nicht minder beeindruckend). Interessant war auch die angenehm kühle Temperatur im Siebenbrunnengraben, die beim Abstieg dann stückerlweise durch die warme Luft des Wiener Beckens verdrängt wurde.

Fazit dieser Wanderung: Der Anninger sieht mich im Herbst jedenfalls fix wieder und es ist absolut nachvollziehbar, dass sich die Naturfreunde 1895 für ihre allererste Wanderung den Anninger ausgesucht haben.

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

Hohe Wand „Rundwanderweg 3“ Ende Juli 2021

Ausgangspunkt ist diesmal der Parkplatz im Zentrum des Naturparks. Über die „Kleine Kanzel“ geht es dann zumeist entlang von Forststraßen über die Südseite bis zur Ostseite der Hohen Wand. Entlang der Route liegen immer wieder Hütten – wer also Pausen brauchen sollte und sträflicher Weise keine Jause im Rucksack hat, muss trotzdem nicht Hunger leiden. Besonders fein sind die zahlreichen Aussichtspunkte, die einen sehr feinen Fernblick ermöglichen. Das letzte Drittel auf diesem Rundwanderweg hats dann in sich. Um wieder zum Ausgangspunkt zurück zu gelangen, muss man einen Graben auf der Ostseite bewältigen. Der Abstieg führt über loses Geröll und ist sehr schmal – Trittsicherheit & gutes Schuhwerk unbedingt erforderlich (Letzteres eigentlich aber eh immer…). Der Aufstieg ist vom Untergrund her zwar angenehmer, steil ists aber nach wie vor. Von der Ostseite retour zur Kleinen Kanzel geht’s dann wie beim schon früher beschriebenen RWW2 quer durch den Wald.

Fazit: Aufgrund der zahlreichen Fernsichtmöglichkeiten gegenüber dem RWW2 die eindeutig interessantere Rundwanderung, die mit dem Graben auch eine kleine „Konditions-Challenge“ eingebaut hat.

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

von St.Veit über Ödlitz nach Berndorf – Juli 2021

Alle Wege führen bekanntermaßen nach Rom, einige allerdings auch nach Berndorf und so habe ich kurzerhand einen eigenen klassischen, rd. 10 km langen Rundwanderweg von St. Veit über Ödlitz hin zu den Resten der ehemalige Krupp Villa in Berndorf und retour geplant und selbstverständlich auch schon ergangen. Die Strecke ist nicht fordernd, hat keine nennenswerte Steigungen, sondern ist einfach eine gemütliche kleine Wanderung. Am Wendepunkt gibt es (abgesehen vom Ausblick auf die Stadt Berndorf) mit den Resten der Krupp Villa auch ein echtes Highlight. Aber das beste (für mich zumindest) ist, dass die Wanderung gleich vor der Haustür losgeht und man nicht zuerst noch extra wohin fahren muss…

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

mein „Klassiker“ von St.Veit auf den Guglzipf – Ende Juni 2021

Meine absolute Lieblings- und Hausstrecke ist der Weg vom Bahnhof St. Veit zum Guglzipf. Den Weg kenne ich jetzt schon wirklich gut und auch ohne Beschreibung bin ich schnurstracks am Gipfel. Für diejenigen, für die die Strecke neu ist: Es ist ausreichend beschildert, und vorbei am Drei-Brüder-Baum und dem Golfplatz quer durch den Wald mit einem kleinen Stück auf einer Forststraße ist man in ein bisserl mehr als einer Stunde beim Aussichtsturm angelangt und hat einen herrlichen Blick auf die Stadt Berndorf und das Triestingtal.

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

„Glück Auf“ Runde in Grillenberg, Ende Juni 2021

Als Ende Juni sich die erste Hitzewelle für ein paar Tage verabschiedet hat, habe ich die Gunst der Stunde genutzt, um ein ungekanntes Eckerl in meiner nächsten Umgebung zu entdecken: eine 10 km lange Rundwanderung von Grillenberg  bis zu einem scheinbar willkürlich gewählten Wendepunkt (inkl. unspektakulärem Ausblick auf Aigen bei Hernstein), retour über Forststraßen, Feld- & Waldwege zum ehemaligen Braunkohlebergwerk und der ehemaligen Bergwerkssiedlung. Ohne Navigationshilfe lässt sich bei der nur sporadisch vorhandenen Beschilderung der exakte Weg kaum einhalten, allerdings wenn die Richtung stimmt kommt man früher oder später dann auch ans Ziel.

PS. Wer schneller ans Ziel kommen möchte: Die Reste vom Braunkohlebergwerk inkl. der ehemaligen und jetzt fein restaurierten Wohnhäuser lässt sich ohne großartigem Umweg via „Aigen-Blick“ erkunden…

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

von St. Veit/Tr. zur Aussichtswarte Merkenstein, Anfang Juni 2021

Diesmal bin ich gleich direkt von zuhause aus gestartet, rauf zum Sonnendorf/Holzmarkt, weiter übers Wetterkreuz (inkl. Ödlitz-Blick), die B212 (Bad Vöslauer Straße) querend, dann ausgehend vom Bärenwegweiser über einen An- und anschließendem Abstieg zur Vetfarm Haidlhof, ein kurzes Stück auf ebenem Gelände entlang der L4007 (Haidlhofer Straße) bis es dann stetig nach oben geht. Die Burgruine Merkenstein habe ich ausnahmsweise rechts liegen lassen und mich schnurstracks zur urigen Aussichtswarte begeben (Schneebergblick!). Hin und zurück sind´s rd. vier Stunden Gehzeit, wem das zu viel sein sollte, kann als Ausgangspunkt auch einen von den beiden Straßenquerungen wählen und die Gehzeit dementsprechend verkürzen.

PS. Warum ich die Route dieses Mal relativ exakt beschrieben habe ist übrigens dem Umstand geschuldet, dass Ortsunkundige vll. das eine oder andere Mal leicht verunsichert sein könnten…

Lomo LC-A / Agfa Vista Plus 200 / Scan vom Negativ

Hohe Wand „Rundwanderweg 2“ im Mai 2021

Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Skywalk, anschließend geht es quer durch, über und auf der Hohen Wand (entlang des Wildgeheges und des Streichelzoos) bis zur „Kleinen Kanzel“ inkl. (aber nicht nur) Schneebergblick. Die rund 8 km lange Rundwanderung ist bestens beschildert (die Zeitangaben stimmen und sind bei gemütlichem Tempo leicht einzuhalten). Einen Blick sollte man aber trotzdem auch auf die Karten werfen, denn die rot strichlierte Linie markiert Anstiege, die etwas zäh sein können (aber mit festem Schuhwerk und etwas Restkondition trotzdem leicht zu ergehen). Zurück zum Skywalk geht es dann – und das ist ja das Schöne an einer Rundwanderung – auf einem anderen Weg (inkl. neuer Eindrücke).

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

Rundwanderweg „Waldandacht“ im April 2021

Beim Stöbern im Netz habe ich diesen Rundwanderweg entdeckt und auch gleich mal ausprobiert. Fazit: Nette kleine Wanderweg, Steigungen gibts grad am Anfang bis man genug Höhe erreicht hat (andererseits gäbe es ohne Anstieg auch keinen Ausblick, also was solls!). Die Beschilderung ist meistens sehr gut und wer nicht komplett ohne Orientierungssinn ausgestattet ist, wird sich auch bei den wenigen unbeschilderten Gabelungen leicht zurechtfinden (ansonsten die Wegbeschreibung aus dem Netz heranziehen, dann kann eigentlich gar nix schiefgehen).

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

Aufstieg zum Peilstein über Schwarzensee, ebenfalls im April 2021

Vom Parkplatz in Schwarzensee ausgehend geht es kurz und knackig entweder entlang der Forststraße oder durch die Botanik auf einem Querfeldein-Weg Richtung Peilsteinhaus. Die Strecke ist zumeist steil (zumindest für mich als Flachlandösterreicher), aber solange man bergauf geht, stimmt jedenfalls die Richtung (verlaufen nahezu ausgeschlossen). Aber wie bereits erwähnt – ohne Steigung gibt’s keine Aussicht und die sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen!

Lomo LC-A / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ