Tagebuch 2019

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Weil ich für meinen Schwedenwürfel bis dato keine lange Brennweite im Repertoire bzw. Rucksack hatte, habe ich kurzerhand ein Sonnar 150mm f4 gekauft und auch gleich mit Lilith ein Shooting vereinbart. Bedauerlicherweise spielte das Wetter dann nicht so ganz mit, sodass ich (um ein Verwackeln zu vermeiden) auch zum 80mm Objektiv gegriffen habe. Und nachdem ich einen schon länger eingelegten Film ebenfalls noch nicht ganz ausgeknipst hatte, gibt´s zum Drüberstreuen überdies ein paar Aufnahmen in Kleinbild…

Hasselblad 500 C/M / 150mm f4 T* / Kodak TRI-X / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

Hasselblad 500 C/M / 80mm f2.8 T* / Kodak Portra 800 (@200) / Scan vom Negativ

Nikon FA / 50mm f1.8 Pancake / Kodak Portra 400 (@200) / Scan vom Negativ

Ja!

Ich habe mir echt den Kopf zermartert, welchen kurzen Text ich diesmal schreiben soll (ohne ins allzu Pathetische abzugleiten). Aber eine Hochzeit ist so ein Moment im Leben, indem das Gefühl über allem anderem steht und es eigentlich keinerlei Worte bedarf (außer einem zweifachen „Ja“).

Und ja, natürlich hat´s mich auch gefreut, dass ihr wolltet, dass ich ein paar Fotos von euch anlässlich eurer Hochzeit mache und nochmals ja – auch die Fotoreportage eurer Feier hab ich mehr als nur gerne gemacht. Und ja, da kommt ihr jetzt nicht Drumherum – auch auf diesem Weg wünsche ich euch alles Liebe und Gute zu eurer Hochzeit :)

Farbe: Hasselblad 500 C/M / 80mm f2.8 T* / Kodak Portra 800 (@200) / Scan vom Negativ

SW: Nikon F100 / 35mm f1.8 / Kodak TRI-X / entwickelt in ID-11 / Scan vom Negativ

Was bisher geschah – Sommerrückblick #5 / im Zoo

Welchen Film für den Zoo nehmen – diese Frage kann in Anbetracht grauer Elefanten und schwarz-weißen Zebras wohl nur rhetorischer Natur sein. Und so kam´s, dass ich meine liebste Fotokombi (Leica M2 + 35mm + Kodak TRI-X) mit auf einen Ausflug in den Schönbrunner Tiergarten mitgenommen habe…

Leica M2 / 35mm f2.8 Summaron / Kodak TRI-X / entwickelt in ID-11 / Scan vom Negativ

Was bisher geschah – Sommerrückblick #4 / Stadt – Land

Was tun, wenn die geplante Wanderung abgesagt wird, die Kamera jedoch schon mit einem Film bestückt ist? Nichts einfacher als das: einfach die Kamera zum ständigen Begleiter machen, denn Kameras müssen ohnehin von Zeit zu Zeit bewegt werden – sei es in Stadt oder auf dem Land…

Konica Hexar AF / Kentmere 100 / entwickelt in ID-11 / Scan vom Negativ

Nachdem – wie gesagt – auch Kameras regelmäßige Bewegung brauchen, habe ich nach längerer Zeit wieder mal die Lubitel rausgekramt und (vergebens) versucht meiner letzten Rolle vom ungeliebten Kodak T-Max 100 mit einem Bad in Rodinal etwas mehr Charakter zu verleihen…

Lubitel 2 / Kodak T-Max 100 / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

Und weil Sonnenblumen auch in Farbe gut rüberkommen, habe ich extra einen abgelaufenen Diafilm aus dem Kühlschrank gefischt und zur Abwechslung auch so wie es sich gehört (E6-Prozess) entwickeln lassen…

Hasselblad 500 C/M / 80mm f2.8 T*/ Fuji Provia 100F / Scan vom Diapositiv

Was bisher geschah – Sommerrückblick #3 / Summertime = Workshoptime!

Zwei Dinge: Erstens bin ich kein Freund von Workshops. Viel lieber fotografiere ich alleine, nur für mich und ohne viel Drumherum, aber die Location „Steinbruch“ klang einfach zu verlockend und nachdem ich ein paar Bilder bereits quasi fertig im Kopf hatte, bin ich deshalb über meinen Schatten gesprungen. Zweitens bin ich kein Freund vom Kodak T-Max 100. Keine Ahnung wieso, aber bei der letzten Filmbestellung ist mir ein Packerl von dem „digitalsten Analogfilm ever“ in den Einkaufskorb gehüpft. So habe ich kurzerhand all das mit negativen Vorurteilen behaftete in wenigen Stunden erledigt.

Jedenfalls wusste ich anschließend wieder, warum weder Workshops (v.a. im Bereich „Akt“) noch der T-Max 100 so meine Sache sind – erstens zu wenig Sensibilität und zweitens zu wenig Korn. Eine „nebenbei-making-off“ Aufnahme (quasi zur Bestätigung meiner Aussagen) gibt´s gleich hier im Tagebuch und die Bilder, die ich so halbwegs in etwa im Kopf hatte, dann unter „nude“.

Hasselblad 500 C/M / 50mm f4 T* / Kodak T-Max 100 / entwickelt in ID-11 / Scan vom Negativ

Auch wenn es nach dem obigen Text bzw. Erlebnis ein wenig irrational scheint, aber ich hatte zum Glück noch einen weiteren Workshop gebucht. Zum Glück deshalb, weil es dieses Mal wirklich interessant, kurzweilig und unterhaltsam war.

Aber der Reihe nach: Die Leica Akademie lud zu einem Portrait- und Fashionworkshop und somit tat sich für mich die Gelegenheit auf, mein ein halbes Jahrhundert altes 50mm Objektiv aus Wetzlar auf einer High End M-Leica zu testen. Außerdem war ich gespannt, ob ich wieder in (meine) digitale Undiszipliniertheit kippen würde. Um es kurz zu machen: All das, was ich analog eben nicht mache bzw. nicht machen kann, habe ich binnen kürzester Zeit leider wieder verinnerlicht – am Ende des Tages viel zu viele Aufnahmen und natürlich „mussten“ die Aufnahmen am Display auch regelmäßig kurz geprüft werden. Weiters ist im Portraitbereich das Fokussieren mit Messsucher durchaus (heraus)fordernd, aber wenn die Schärfe dann dort sitzt, wo man sie haben will, ist´s schon recht lässig. Apropos lässig:  Das alte 50mm Elmar macht jedenfalls auch digital eine mehr als gute Figur, trotzdem erschließt sich mir der Mehrwert einer digitalen „M“ derzeit (noch) nicht und so wie´s aussieht, werde ich weiterhin noch ein Weilchen ausschließlich analog bleiben.

Ausgewählte Aufnahmen gibt´s gleich hier im Tagebuch, meine Favoriten daraus dann auch in den Unterseiten „Portrait“ und „Lifestyle„.

Leica M10-P / 50mm f2.8 Elmar

Was bisher geschah – Sommerrückblick #2 / Peterskirtag

Nachdem ich beim Steffl Kirtag am Tag der Eröffnung vorbeigeschaut habe, war´s diesmal beim Peterskirtag in Ternitz der Schlusstag. Eine leichte Mattigkeit und Erschöpfung lag nach über einer Woche über und auf dem Petersberg, nichtsdestotrotz wurde der Kirtag auch am letzten Tag durchaus gut besucht (und bespielt). Mehr Aufnahmen gibt´s wie immer dann direkt unter „jahrmarkttag“.

Nikon F100 / 35mm f1.8 / Kodak TRI-X / entwickelt in ID-11 / Scan vom Negativ

Was bisher geschah – Sommerrückblick #1 / Shooting mit Hana

Es macht schon Spaß die alte Hasselblad mittels Syncrokabel mit dem Blitzkopf zu verbinden, auszulösen und das Licht des Blitzes zu sehen (und gleichzeitig das satte Flapp des Spiegels zu hören). Darum habe ich kurzerhand einen Termin mit Hana vereinbart, das Cercle Studio gemietet und den Bergger Pancro 400 erstmals unter Studiobedingungen eingesetzt…

Hasselblad 500 C/M / 50mm f4 T* / Bergger Pancro 400 / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

Cool down!

Sodala, ich verabschiede mich hiermit mit erfrischenden Aufnahmen aus meinen neuen Projekten in die Sommerpause. Nachdem ich mich in den kommenden Monaten vermehrt diesen Vorhaben widmen werde, wird zwar das Tagebuch etwas unregelmäßiger befüllt werden, aber dafür gibt´s später wieder mal so richtig viel Neues auf meiner Homepage zu sehen. Damit es aber nicht gar so lange dauert, werden ein paar Sachen, die ich übern (Früh)Sommer so gemacht habe und liegengeblieben sind, ab Mitte Augustquasi als „Sommerrückblick“ – peu à peu das Tagebuch füllen . Bis dahin, schönen Sommer & cool down :)

linke Seite: Lomography Actionsampler / Kodak Gold 200 / Scan vom Negativ

rechts oben: Leica M2 / 35mm f2.8 Summaron / Ilford FP4 Plus / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

rechts unten: Nikon F100 / 90mm f2.8 / Kodak Ektar 100 / Scan vom Negativ

Abschiedstournee

Als ich im Jahr 2015 mit dem Projekt „jahrmarkttag“ begonnen habe, wusste ich nicht wie lange ich mich mit den Kirtagen & Jahrmärkten auseinandersetzen wollte. Jetzt, im Jahr 2019 nach 19 besuchten Kirtagen, merke ich, dass es schön langsam Zeit ist, dieses Projekt zu beenden bzw. abzuschließen.

Es liegt dabei nicht ausschließlich an einer generellen Abnützung des Themas, sondern auch zu einem nicht unerheblichen Teil an den immer stärker hervortretenden Ein- und Beschränkungen beim Fotografieren. Immer öfter werde ich – zwar meistens höflich, aber doch bestimmt – über Urheberrecht bzw. Markenschutz des jeweiligen, meist selbst hergestellten Handwerksprodukts aufgeklärt. Während vor vier Jahren (fast) alles bereitwillig und mit einem gewissen und zu einem großen Teil auch durchaus berechtigten Stolz präsentiert wurde, heißt´s jetzt umso öfter, dass keine Abbildungen veröffentlicht werden dürfen. Zu groß sei die Angst, dass kurz- bis mittelfristig billige Kopien aus Fernost den heimischen Markt überschwemmen.

Sei es wie es ist: Das Projekt „jahrmarkttag“ mit seinen dokumentarischen und auch situationsbedingten Aufnahmen mit Augenzwinkern befindet sich heuer auf Abschiedstournee. Den Auftakt zum Schlussakkord macht dabei der Steffl Kirtag, den ich am Tag der feierlichen Eröffnung einen Besuch abgestattet habe, zwei weitere, recht große Kirtage werden dieses Jahr noch folgen – und wer weiß, vielleicht gibt´s ja ab und an noch eine Zugabe, schau ma mal…

Nikon F100 / 35mm f1.8 / Kodak TRI-X / entwickelt in ID-11 / Scan vom Negativ

Nachdem im Anschluss sowohl noch etwas Zeit als auch etwas unbelichteter Film über war, besuchte ich noch die Ausstellung „Gegen das Vergessen“ auf der Wiener Ringstraße. Die Erinnerungsbilder an die Opfer der NS Gräuel waren beschämenderweise bereits mehrmaligen Angriffen bzw. Verwüstungen ausgesetzt und es wurden deshalb Mahnwachen aufgestellt, um weitere Übergriffe zu vermeiden.

Es ist beängstigend, dass es in einem Land mit dieser Vergangenheit nach wie vor Menschen gibt, die ein Gedankengut pflegen, das zutiefst verabscheuungswürdig ist. Die Grenzen des Sag- und Machbaren wurden aber nicht zuletzt auch durch die Politik der letzten Jahre in diesem Land verschoben und Aussagen und Ansichten salonfähig gemacht, die noch vor Jahren für Empörung und Rücktritte gesorgt hätten. Quo vadis, Österreich?

Nikon F100 / 35mm f1.8 / Kodak TRI-X / entwickelt in ID-11 / Scan vom Negativ

Surprise, surprise!

Sie nennt sich Vincent Littlehat, ist in ganz Europa zuhause, singt neuerdings auch ein wenig und ist viel mehr oder besser vor allem ein sehr ausdrucksstarkes Model. Warum man von ihr in unseren Breiten noch nicht so viel gehört bzw. gesehen hat, ist dem Umstand geschuldet, dass sie erstens nicht so oft nach Österreich kommt und zweitens in der Regel schon ihre festen Fotografen hat bzw. Fotografen bevorzugt, deren Stil ihr zusagt. Zugegebenermaßen war ich dann doch etwas überrascht, als ich eines Morgens ein nettes E-Mail von ihr in meinem Posteingang vorgefunden habe. Ein Shooting Termin war schnell gefunden und unser erstes Fotoshooting bald darauf vereinbart. Wie immer gibt´s Ergebnisse hier im Tagebuch und ein bisserl mehr dann noch in den Unterordnern „Portrait“, „Lifestyle“ und „Nude“.

P.S. Diesmal wollte ich Outdoor „on location“ mit natürlichem Licht fotografieren. Obwohl die Tage zuvor die Sonne hinter einer Wolkendecke für angenehm weiches Licht sorgte, war es dann am Tag des Shootings komplett anders. Die Sonne war (r)echt brutal und so habe ich wohl oder übel mit dem harten Licht arbeiten müssen…

Nikon F100 / 50mm f1.4 / Kentmere 100 / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

Hasselblad 500 C/M / 80mm f2.8 T* / Kodak TRI-X / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

Nikon F100 / 50mm f1.4 / CineStill Xpro 50 Daylight / Scan vom Negativ

Wenn es doch nur so einfach wäre…

Immer noch zufrieden von und mit meinen Aufnahmen aus Venedig wollte ich während meines Aufenthalts in Bad Aussee zunächst bewusst anders fotografieren. Statt vollmechanischer Leica war die vollautomatische Nikon mit im Gepäck, statt 35mm Brennweite diesmal 50mm und 90mm vorne drauf, innen drin befüllt statt mit grobkörnigem Kodak TRI-X mit einem feinen Kentmere 100 bzw. zusätzlich mit einem noch feineren Farbfilm (CineStill Xpro 50 Daylight).

Doch wenn es nur so einfach wäre – mein Blick (und damit die Bildkomposition) ist offenbar bereits derart auf den 35mm Blickwinkel konditioniert, dass ich unzufrieden mit dem Bildausschnitt der 50mm und 90mm Brennweite war. Zum Glück hatte ich die Gelegenheit, zuhause auf einen Sprung vorbeizuschauen und so habe ich schnurstracks die Nikon mit der Leica inklusive dem 35mm Objektiv getauscht (und so – eigentlich ganz einfach – auch meine innere Zufriedenheit wieder gefunden).

Hier im Tagebuch gibt´s die Aufnahmen mit dem 50er sowie dem 90er auf der Nikon (und als kleiner Bonus ein wenig Quadratisches mit dem Schwedenwürfel). Die umfangreichere Auswahl mit Aufnahmen aus dem Ausseer Land (inkl. nostalgischem „Leica-Look“ & gewohntem 35mm Blickwinkel) sowie auch ein wenig Text darüber gibt´s dann in der Rubrik „Auf Reisen“ unter „Ausseer Land, April 2019“.

Nikon F100 / 50mm f1.4 / Kentmere 100 / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

Nikon F100 / 90mm f2.8 / CineStill Xpro 50 Daylight / Scan vom Negativ

Hasselblad 500 C/M / 50mm f4 T* / Ilford FP4 Plus / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

Zurück in die Vergangenheit

Als ich aus Venedig mit einer Menge an belichtetem Filmmaterial zurückgekehrt bin, stand zunächst die Entwicklung an. Die Flüssigkeit in der angebrochenen Flasche mit Amaloco AM74 hatte sich schon leicht gelb verfärbt, was nach einigen Recherchen zwar nichts machen sollte, aber mir waren die Aufnahmen aus der Lagunenstadt einfach zu wichtig, um mich auf irgendwelche Experimente einzulassen. Zum Glück hatte ich kurz davor noch einen Film in den Straßen von Wien belichtet, der als Test dann herhalten musste. Wie dem auch sei – die Entwicklung hat jedenfalls geklappt und die Aufnahmen vom „Testfilm“ reiche ich mit einiger Verspätung jetzt nach…

Leica M2 / 35mm f2.8 Summaron / Kodak TRI-X / entwickelt in Amaloco AM74 1+15 / Scan vom Negativ

Mea culpa!

Zugegeben, mein letzter Tagebucheintrag ist eine gefühlte Ewigkeit her, aber ich habe im wahrsten Sinne des Wortes wirklich sehr viel „über-Brücken“ müssen und – quasi als kleine Entschädigung – gibt´s dafür jetzt richtig viel zu sehen.

Die Eckdaten meines Streifzuges durch die Lagunenstadt Venedig: in knapp 48 Stunden 42 km Fußmarsch durch mehr oder weniger enge Gassen, ungezählte Brücken, dabei zweimal einfach so vorm Kanal gestanden – ohne Möglichkeit einer trockenen Überquerung, obendrein 5 Rollen Kodak TRI-X (Kleinbild) belichtet (und zusätzlich auch noch ein wenig Quadratisches mit dem Schwedenwürfel)…

14 Bilder gibt`s bereits hier im Tagebuch zu sehen – noch ganz viel mehr Aufnahmen & Eindrücke & auch ein bisserl mehr Text von und über (mein) Venedig dann in der Rubrik „Auf Reisen“ unter „Venedig, März 2019“ (als kleiner Bonus obendrein auch mit ein paar Farbaufnahmen von der Insel Burano).

Leica M2 / 35mm f2.8 Summaron / Kodak TRI-X / entwickelt in Amaloco AM74 1+15 / Scan vom Negativ

Es grünt so grün!

Um die Wartezeit bis zu der nächsten Bilderstrecke etwas zu überbrücken, gibt´s diesmal eine zart-grüne Aufnahme vom Frühlingsaufbegehren am letzten Wochenende…

Hasselblad 500 C/M / 80mm f2.8 T* / Kodak Ektar 100 / Scan vom Negativ

Buntes Narrentreiben…

Auf die so genannte fünfte Jahreszeit, die Faschingszeit, könnte ich getrost verzichten. Trotzdem kann ich es nicht lassen und besuche ab und an einen der zahlreichen Umzüge. Dieses Jahr habe ich den Tag der verordneten Heiterkeit, den Faschingsdienstag, in Leobersdorf verbracht – allerdings weniger des Umzugs wegen, sondern vielmehr habe ich ihn als Praxistest für den Fomapan 200 genutzt. Der Fomapan 200 ist derzeit der einzige erhältliche ASA 200 SW Film (wobei kein Fomapan die angegebene Nennempfindlichkeit auch tatsächlich erreichen soll). Anyway, der Preis ist jedenfalls sehr günstig – warum also nicht? Der Praxistest wurde dann unfreiwillig auch zum Härtetest. Anfangs noch knalliger Sonnenschein, wechselte das Wetter schneller als ich eine Filmrolle und ein Regenguss sorgte für eine ungewollte Erfrischung von oben. Das tat dem bunten Narrentreiben jedoch keinen Abbruch und für mich war es auch gleich eine Gelegenheit die Wetterfestigkeit meiner Kamera zu prüfen.

Fazit: Im Netz scheiden sich die Geister bezüglich Fomapan Filmen, einige verteufeln sie, andere sind vollends glücklich und zufrieden. Ich für meinen Teil hatte erst einmal den 200er (mit Amaloco AM74) und den 400er (mit Rodinal) entwickelt, wobei ich v.a. mit den Ergebnissen des 400er nicht wirklich happy war. Um Fehler bei der Belichtungsmessung möglichst auszuschließen, habe ich mich bei der Messung auf die zuverlässige Nikon F100 verlassen und (auch um ein bisserl mehr Reserven zu haben) den Film wie einen ASA 160 Film belichtet. Zusätzlich wollte ich mit der bereits erprobten Entwicklung in Amaloco AM74 das Korn in Zaum halten. Nun, das Korn ist zwar konsequent vorhanden, aber für meinen Geschmack mehr als nur akzeptabel, genauso wie übrigens die Grauwerte. Ob man dafür allerdings extra einen Fomapan 200 einlegt oder z. B. je nach gewünschtem Kontrastumfang einen 100er oder ggf. einen 400er wie einen ASA 200 Film belichtet, bleibt letztendlich eh jedem selbst überlassen. Ein Wermutstropfen bleibt jedenfalls: Obwohl ich kein Schärfe-Fetischist bin, war ich doch ein wenig überrascht, dass trotz Blende f5.6 und f8 die Aufnahmen eine leichte Unschärfe aufweisen. Aber davon sowie der gesamten Anmutung des Fomapan 200 kann sich jeder selbst ein Bild machen, Aufnahmen vom bunten Narrentreiben sind jedenfalls ausreichend vorhanden:

Nikon F100 / 35mm f1.8 / Fomapan 200 Creative / entwickelt in Amaloco AM74 1+15 / Scan vom Negativ

Auf die Schnelle…

…einen Gelbfilter erworben, dazu einen 2008 abgelaufenen Kodak Plus-X 125 geschenkt bekommen, rund ums Palmenhaus beides gleich mal ausprobiert und zum Drüberstreuen nach längerer Zeit wieder mal beim Wr. Fototreff vorbeigeschaut und diesmal im Palmenhaus noch einen weiteren Film belichtet…

Hasselblad 500 C/M / 50mm f4 T* / Kodak Plus-X 125 / entwickelt in Amaloco AM74 1+15 / Scan vom Negativ

Hasselblad 500 C/M / 80mm f2.8 T* / Kodak TRI-X / entwickelt in Amaloco AM74 1+15 / Scan vom Negativ

Pssst – nichts verraten!

Können Sie ein Geheimnis für sich behalten? Ja? Sehr gut – Ich auch und deshalb werde ich meine zwei Projekte, die ich momentan parallel laufen habe, vorerst noch für mich behalten. Aber es wird der Zeitpunkt kommen, an dem die Hüllen fallen werden – selbst wenn es noch so gut verpackt ist…

Leica M235mm f2.8 Summaron / Kodak Portra 400 / Scan vom Negativ

Leica M235mm f2.8 Summaron / Ilford FP4 Plus / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ

Versprochen. Gehalten!

Wie bereits in meinem ersten 2019er Tagebucheintrag „angedroht“, habe ich mich zwischendurch dem Stiegenhaus gewidmet…

Hasselblad 500 C/M / 50mm f4 T* & 80mm f2.8 T* / Kodak TRI-X / entwickelt in Amaloco AM74 1+15 / Scan vom Negativ

auf ein Neues

Bereits im Vorjahr habe ich beim Austria-Seifenkistenderby einen Film durch den Lomography Actionsampler gezogen, aber mit den Ergebnissen war ich nicht rundum zufrieden. Die „Optik“ hatte zu wenig (Weit)Winkel und die Geschwindigkeit der Seifenkisten war einfach nicht hoch genug, um vier Bilder mit sichtbarem Unterschied auf Film zu bannen. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so schnell aufgebe und so habe ich den Spieß einfach umgedreht: diesmal habe ich mich (mit Hilfe von vier Rädern und satten 90 Pferdestärken) schnell bewegt und kurzerhand einen Film belichtet.

P.S. so ganz zufrieden bin ich zwar nach wie vor nicht, aber zumindest war das Bildmaterial für eine weitere Serie mit Lomokameras durchaus ausreichend.

Lomography Actionsampler / Fomapan 400 Action / entwickelt in Amaloco AM74 1+19 / Scan vom Negativ

zwischendurch so etwas Ähnliches wie Winter

Während der Westen Österreichs im Schnee versinkt, bleibt für das östliche Flachland nur ein kläglicher Rest – urbane Wintermotive gibt´s aber trotzdem…

Hasselblad 500 C/M / 50mm f4 T* / Kodak Ektar 100 / Scan vom Negativ

Premierenwochenende!

Nach dem Motto „never change a winning team“ ändere ich weder oft noch gerne meine bevorzugten Filme & Entwicklerkombinationen. Doch an diesem Wochenende war alles ganz anders – begonnen hat der schwarz-weiße Premieren-Reigen bei einem Spaziergang im Augarten, wobei ich die M2 erstmalig mit einem Fomapan 200 geladen habe. Am nächsten Tag habe ich den Film bei einem kleinen Rundgang bei Wohnhäusern in Wr. Neustadt dann vollends ausgeknipst.

Leica M2 / 35mm f2.8 Summaron / Fomapan 200 Creative / entwickelt in Amaloco AM74 1+19 / Scan vom Negativ

Apropos Wr. Neustadt: Die Modellbautage waren ein lockendes Ziel für meine erste Reportage im heurigen Jahr. Bei wenig Licht in Verbindung mit bewegten Motiven fiel meine Filmwahl diesmal (und ebenfalls erstmalig) auf den Kodak TMax P3200. Wie auch beim Pendant aus dem Hause Ilford, dem Delta 3200, handelt es sich um einen ASA 1000 Film, der dann bei der Entwicklung auf ASA 3200 gepusht wird.

Nachdem belichtete Filme letztendlich auch entwickelt werden sollten und ich beim Kodak TMax P3200 keine reine „Kornwüste“ haben wollte, fiel die Wahl diesmal auf ein neues Wässerchen: Amaloco AM 74 – ein gutmütiger Feinkornentwickler mit durchwegs kurzen Entwicklungszeiten (je nach Verdünnung). Im Gegensatz zum Ilford Delta 3200, mit dem ich noch nie so richtig warm wurde, hat die Kombination wirklich feine Ergebnisse gebracht. Wobei das Besondere an diesem Entwickler ist, dass verschiedene Filme auf einmal entwickelt werden können (die genaue Aufstellung darüber gibt´s im Datenblatt).

Nikon F100 / 35mm f1.8 / Kodak TMax P3200 / entwickelt in Amaloco AM74 1+19 / Scan vom Negativ

Neujahrsvorsätze

Ich halte zwar nicht viel von Neujahrsvorsätzen (weil diese meistens ohnehin kaum bis gar nicht eingehalten werden), aber ich habe mir zumindest einmal fest vorgenommen im heurigen Jahr mehr bzw. regelmäßiger Shootings zu machen. Zum Auftakt habe ich Michaela vor der Linse gehabt und dabei zum ersten Mal den Cinestill 800 Tungsten bei Portrait- bzw. Aktaufnahmen eingesetzt. Durchaus interessant ist dabei wie der Film mit dem Mischlicht umgeht – eine klar erkennbare Trennung zwischen den warmen Farbtönen des Kunstlichts der Lampe und den kalten Blautönen des Tageslichts vom Fenster.

Selbstverständlich habe ich auch mit meinen bevorzugten Filmen (Kodak TRI-X & Portra) fotografiert – ausgewählte Aufnahmen davon gibt´s dann unter der Rubrik „nude“ zu sehen…

Hasselblad 500 C/M / 80mm f2.8 T* / CineStill X-Pro C41 800 Tungsten / Scan vom Negativ

ein neues Kapitel…

Das neue Jahr bringt gleich zu Beginn einiges an (Ver)Änderung. Aber Kinder werden nun mal größer, entwachsen dem elterlichen Nest und beginnen ihr Leben und die (Um)Welt selbst zu gestalten (und das ist auch gut so). Gut ist aber auch, dass ich dabei ein Gebäude fotografisch „entdeckt“ habe, das ich bis dahin überhaupt nicht am Radar gehabt habe. Und so beginnt mein 2019er Tagebuch diesmal nicht mit Landschaftsaufnahmen vom obligatorischen Spaziergang am 1. Jänner, sondern mit ein paar Architekturaufnahmen.

P.S. dem sehenswerten Stiegenhaus werde ich mich in diesem Jahr auch noch widmen…

Hasselblad 500 C/M / 50mm f4 T* / Bergger Pancro 400 / entwickelt in Rodinal 1+50 / Scan vom Negativ